Reflexive Professionalisierung

Bernd Dewe / Hans-Uwe Otto
Reflexive Professionalität - Re-Professionalisierung im Zeitalter des Neoliberalismus.


Inhalt

Vorwort .... 7

0. Einleitung: Reflexivität als Programm – Bilanz und Zukunft der Professionalisierungsstrategien in der Sozialarbeit/Sozialpädagogik .... 9

A. Bestandsaufnahmen und Justierung .... 11
1. Professionalisierung – revisited: 1970 - 1990 .... 13
2. Profession – Überprüfung einer sozialwissenschaftlichen zentralen Kategorie: Zur Diskussion seit den 1990er Jahren .... 54
3. Kritik des „professionellen“ Kompetenzjargons .... 88
4. Sozialpädagogik als professionalisierte Reflexionswissenschaft .... 98
5. Perspektiven der modernen Professionstheorie für sozialpädagogisches Handeln .... 119

B. Neubestimmung unter gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen .... 134
6. Reflexive Sozialpädagogik - Grundstrukturen eines neuen Typs dienstleistungsorientierten Professionshandelns ... 136
7. Demokratische Rationalität - ein notwendiges Steuerungselement moderner Sozialer Arbeit als Dienstleistung .... 158
8. Professionalität und Identität in der Sozialpädagogik .... 168
9. Bedingungen gelingender Professionalität .... 204
10. Repolitisierung und Demokratisierung des professionellen Handelns als Leitlinie reflexiver Sozialpädagogik .... 216

Literaturverzeichnis .... 218
Quellennachweise .... 234


Vorwort

Die von uns favorisierte professionsbezogene Verdichtung sozialpädagogischer Theorieüberlegungen verweist auf die besondere Bedeutung der Reflexivität in der Sozialpädagogik/Sozialarbeit als struktur- und prozessreflexive Handlungswissenschaft. Sozialpädagogik wird von ihrer historischen Entwicklung her als professionalisierte Reflexionswissenschaft gedacht und meint damit theoretische Ansätze zur Entwicklung eines angemessenen forschungsmethodischen Zugangsbedarfs, der die gesellschaftliche Realität der SA/SP in ihrer Komplexität und der das nutzerspezifische Potential in seiner Tiefendimension zu erschließen vermag (Dewe 2006).

Tatsächlich besteht ein hoher Bedarf an professioneller Reflexionskompetenz in der sozialpädagogischen Theorie und Praxis. Hierzu sind theoretische Grundlagen eines reflexiven Verständnisses ebenso wichtig wie die Transformation wissenschaftlicher Reflexion in die berufliche Praxis. Reflexion wird evoziert in Organisationen Sozialer Arbeit, in wissenschaftlichen Evaluationen, in der beruflichen Supervision, bei der Hilfeplanung und in der Beratung. Dabei geht es zum einen um den Erwerb professioneller Reflexionskompetenz und zum anderen um die Anleitung zur Reflexion.

Die von uns re-formulierte Professionstheorie befasst sich mit der Entwicklung von Reflexionskompetenz, der Entstehung von Wirklichkeitskonstruktionen, der Transformation von Bedeutungsperspektiven und dem Erwerb von Könnensstrukturen und Fallbearbeitungskompetenzen.
Ziel unserer Absichten ist eine Bündelung der sozialwissenschaftlichen Ansätze zur Reflexivität in der Sozialpädagogik unter Hinzuziehung der aktuellen Professionstheorien und Forschungen. Ausgehend von der Fragestellung nach den Bedingungen, Grundlagen und Voraussetzungen eines wissenschaftlichen Verständnisses sozialpädagogischer Reflexion sollen die Antworten in den Praxisfeldern, der Theoriebildung, den sozialpädagogischen Institutionen, der Aus- und Weiterbildung und der Forschung gefunden werden.


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